Dieses Glossar erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, offeriert jedoch die wichtigsten gängigen Begriffe, welche im Zuge der zu bearbeitenden Studienhefte des Studienganges immer wieder Anwendung finden.
Bitte sehen Sie dieses Glossar als ein lebendiges Werk, welches u.a. auch durch Ihre Mitarbeit wächst und upgedatet wird.
Publizistische Theorie speziell für die Mediengattung TV, nach der Zuschauer und Fernsehpersönlichkeiten eine Beziehung eingehen, die durch eine Simulati-on/Illusion von Intimität innerhalb einer face-to-face-Situation gekennzeichnet ist
Die Person der Zeitgeschichtei ist ein Begriff in der Rechtsprechung bei der Abwägung zwischen dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht, insbesondere dem Recht am eigenen Bildi, und dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit.Unterschieden werden relative und absolute Personen der Zeitgeschichte, die eine Berichterstattung über sich in Wort und Bild vorübergehend oder dauerhaft dulden müssen. Ihre Einwilligungi ist nicht erforderlich.
Kategorie für fiktions- und realitätsverschränkende Genres wie der Inszenierungi nach der Regel „so fiktiv wie nötig“
Unterhaltungsgenre, das bei einer Person zu ergründen sucht, was sie zu welchem Zweck wie mit wel-cher Wirkung tut getan hat; Sonderform: Nachruf
leitet sich selbstverständlich von dem Begriff der „Druckerpresse“ ab und umschreibt die erste technische Möglichkeit, Nachrichten in höheren Auflagen zu publizieren, indem man durch Nutzung des Druckerhandwerks Schriften plötzlich in hohen Auflagen herstellen und durch Verteilungstreuen kann. Im engeren Sinne umschreibt „Presse“ die Gesamtheit der verbreiteten Druckerzeugnisse vom Flugblatt über die Zeitungi bis zum Buch oder Großflächenplakat.
Der Pressekodexi von 1973 ist die gültige Selbstverpflichtung der Medien und wird vom „Deutschen Presserat“ überwacht und durch öffentliche Rügen geahndet. Selbst die gerügten Medien haben sich verpflichtet, diese Rügen zu veröffentlichen.
Verhaltenskodex von Verlegern und Journalisten, der journalistische und ethische Grundsätze wie die Trennung von Werbung und Redaktion festschreibt und für Zeitungen, Zeitschriften sowie Onlinemedien und (offiziell unverbindlich) für den Rundfunki gilt
körpergebundene Medien in der face-to-face-Kommunikationi (Sprache, Mimik…), die produkti-ons- und rezeptionsseitig sinnesvermittelt sind
Medienpsychologische Theorie, nach der Medienin-halte im Gedächtnis der Rezipienten früher aufge-nommene und mit dem entsprechenden Sachverhalt zusammenhängende Informationen aktivieren (prima-cy-Effekt); unter Umständen können spätere Informa-tionen auch früher aufgenommene beeinflussen (re-cency-Effekt)
Aus dem Domainrechti: Wer zuerst eine Domain registriert, hat grundsätzlich das ausschließliche Nutzungsrecht an dieser Domain. Er kann gezwungen werden, dieses Recht freizugeben, wenn er (Namens-)Rechte Dritter verletzt oder sein eigenes Namensrecht gegenüber einem gleichlautenden Namensrecht nachrangig schutzwürdig erscheint (bei Gleichnamigen).
Themenpriorisierungsaspekt des Agenda-Setting-Modells: wie die Themenrangfolge in den Medien auftaucht, schlägt sie sich spiegelbildlich in der Wahrnehmung ihrer Wichtigkeit beim Rezipienten nieder
Formatierung informierender, bildender und unterhal-tender Rundfunki-Programmelemente nach den Krite-rien Kontinuität, horizontaler / vertikaler Strukturiert-heit („Sendeschema“) und Rezipientenorientiertheit
heterogener Typ öffentlicher Kommunikationi, der für eine Organisation/ Institution/ Person bestimmte Funktionen (Information, Kommunikation, Persuasi-on) und Aufgaben (Aufbau, Erhaltung, Gestaltung konsistenter Images in der Öffentlichkeit) erfüllt
Synonyme: PRNachrichtliches Strukturprinzip, das die hierarchische Reihenfolge der Nachrichtenbestandteile Nachricht / Quellei / Hintergrundi und die Kürzbarkeit des Hinter-grunds bei gleichbleibendem Ereignisverständnis re-gelt; Gegensatz: Baukastenprinzip